Aktionswoche

Vom 6. bis 12. September gibt es in München ein buntes Programm und viele Aktionen gegen die IAA und für eine soziale und ökologische Verkehrswende. Kommt gerne schon am Montag nach München und helft beim Aufbau vom Protestcamp. Ab Dienstag gibt es dort Programm und die Möglichkeit zu übernachten. Unser Bündnis wird mit einem gut sichtbaren Stand vertreten sein. Dort bekommt ihr alle Informationen zu den verschiedenen Aktionen, die wir für die Woche vorbereitet haben. Außerdem wird es auch viele Möglichkeiten geben, spontan kleinere Protestaktionen zu organisieren.

Auch für unsere große Massenaktion wird es alle Infos zum Mitmachen auf dem Camp geben. Wichtig ist, dass ihr spätestens am Donnerstag Nachmittag ankommt, wenn ihr euch beteiligen wollt.

Camp

Das Mobilitätswende-Camp wird als verbindendes Element der verschiedenen Proteste gegen die IAA etwa 1.500 Menschen Zeltmöglichkeiten, Toiletten, Essen und Support-Strukturen bieten. Mit Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Filmen werden wir auch über die direkten Aktionen auf der Straße hinaus ein ausführliches Programm bieten.

Unser Stand auf dem Camp wird Anlaufpunkt sein für alle, die bei unseren Aktionen mitmachen wollen. Auch vor den großen Massenaktionen haben wir kreativen Protest vorbereitet. Schaut also gerne schon Anfang der Woche bei uns vorbei. Außerdem könnt ihr jederzeit mit uns ins Gespräch kommen und über unsere politischen Inhalte und Strategien diskutieren.

Mehr Details und aktuelle Infos gibt es auf der Website vom Camp. Dort findet ihr auch Informationen, wie ihr am besten unterstützen und mitmachen könnt. Insbesondere Spenden sind immer willkommen. Außerdem hat das Protestcamp eigene Kontaktmöglichkeiten.

Anreise

Aus verschiedenen Städten gibt es organisierte Anreisen zum Aktionscamp gegen die IAA. Dabei ist es egal, ob ihr nur das Camp besuchen oder an einer der vielen Aktionen teilnehmen wollt. Kommt einfach nach München und beteiligt euch am Protest.

Von unserem Bündnis werden Anreisen aus Stuttgart/Waiblingen, aus Köln/Bonn, aus Karlsruhe und aus Tübingen organisiert. Wenn ihr aus einer anderen Stadt kommt, könnt ihr aber genauso auch bei den Bussen von Sand im Getriebe mitfahren und euch vor Ort für eine der vielen Aktionen entscheiden. Wichtig für unsere Aktion ist nur, dass ihr spätestens am Donnerstag Nachmittag in München ankommt.

Für konkrete Infos zur Anreise aus den jeweiligen Städten schaut auf der Unterseite zur Anreise nach. Außerdem haben wir eine Packliste zusammengestellt.

Aktionen

Während der ganzen Woche organisieren wir kleinere und größere Aktionen, die den Ablauf der IAA ordentlich durcheinander bringen sollen. Einige werden öffentlich angekündigt, andere ergeben sich spontan auf dem Camp. Es lohnt sich also, die Ohren offen zu halten und bei unserem Stand vorbeizuschauen.

Den Fokus unserer Aktionen legen wir auf die Vermittlung klassenkämpferischer Inhalte. Wir richten uns nicht gegen die Arbeiter:innen in der Autoindustrie und üben auch keine Konsumkritik an den Besucher:innen der Messe. Stattdessen zielen wir mit unserem Protest gegen die Bosse und Kapitalist:innen, die die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen verantworten und damit auch noch ordentlich Profite machen.

Dabei ist klar, dass wir insgesamt mit der Logik des Profits brechen müssen. Um der Klimakrise etwas entgegenzusetzen, müssen wir die Autokonzerne entmachten und enteignen. Wir müssen die gesamte Verkehrsbranche in die demokratische Kontrolle der Gesellschaft überführen und eine Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus aufbauen.

Am Samstag beteiligen wir uns an der Großdemonstration der NGOs. Mit einem lauten und einheitlichen Block wollen wir einen kämpferischen Abschluss zu einer aktionsreichen Woche setzen. Die Demo startet um 12 Uhr auf der Theresienwiese und wird dort gegen 15 Uhr wieder ankommen.

Repression

Unser Auftreten bei den verschiedenen Aktionen ist entschlossen und kämpferisch. Wir setzen unseren Protest kollektiv durch und versuchen ihn auch selbstbestimmt wieder zu beenden. Trotzdem kann es zu Festnahmen und Repression kommen. Deshalb gilt auf den Aktionen und bei der Demo: Lasst euer Handy im Camp oder am besten ganz zuhause, nehmt keine gefährlichen Gegenstände mit und bildet Bezugsgruppen.

Bei Festnahmen halten wir uns an die Empfehlungen der Roten Hilfe. Wir machen keine Aussagen bei der Polizei und schützen so uns und unsere Genoss:innen. Während allen Aktionen wird es einen EA (Ermittlungsausschuss) geben, der einen Überblick über die Festnahmen hat. Mehr Infos dazu findet ihr auf der Website der Roten Hilfe München. Lest euch dort auf jeden Fall die Broschüre “Was tun wenn’s brennt!” durch.

Wir empfehlen bei unseren Aktionen explizit nicht, der Polizei bei einer Festnahme die Personalienangabe zu verweigern. Unsere Einschätzung ist, dass die bayerische Polizei Aktivist:innen im Zweifel auch länger in der Gesa behält, um ihre Personalien herauszufinden.

Falls es im Nachhinein zu Repression kommt und ihr strafrechtlich oder zivilrechtlich belangt werdet, tragen wir die Folgen gemeinsam und solidarisch. Meldet euch bei uns und der Roten Hilfe in eurer Stadt, um einen kollektiven Umgang mit der individuellen Repression zu schaffen.

Corona

Wir sind der Überzeugung, dass unser Protest auch während der Pandemie auf die Straße getragen werden muss. Die Klimakrise macht während Corona keine Pause. Dabei haben wir mit Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln auf unseren Demonstrationen gute Erfahrungen gemacht. Macht vor der Anreise einen Corona-Test, tragt während allen Aktionen FFP2-Masken und denkt daran, auch Masken zum Wechseln einzupacken.

Noch Fragen?

Wenn noch Fragen offen sind, meldet euch bei den Strukturen vor Ort oder schreibt uns eine Mail an smashiaa [at] riseup.net (gerne verschlüsselt). Wir sehen uns in München!