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Wir lassen uns nicht einschüchtern

Schon am Mittwoch, unserem ersten Aktionstag, agierte die Polizei in München enorm aggresiv und unterdrückte jede Form des kreativen Protests.

Am Nachmittag wollten sich etwa 30 Aktivist:innen in einer satirischen Stadtführung die Stände von BMW und Co auf den “Open Spaces” der IAA anschauen und sich über die Greenwashing-Lügen der Autokonzerne informieren. Doch dazu kam es nicht. Schon im Zwischengeschoß der U-Bahn Station kesselte eine unüberschaubare Anzahl an Polizeibeamt:innen die Gruppe unter dem vorgeschobenen Grund der Ticketkontrolle. Mit brutaler Gewalt wurden die Aktivist:innen einzeln aus der Gruppe gezerrt und ihre Personalien festgestellt. Einzelne Menschen wurden mitgenommen und mussten bis tief in die Nacht auf der Polizeiwache ausharren.

Später am gleichen Abend kamen zwei Züge mit Aktivist:innen aus anderen Städten am Münchner Hauptbahnhof an. Auch dort wartete schon eine riesige Zahl an Polizist:innen am Gleis und ließ die Menschen nicht weiter zum Protestcamp ziehen. Auch hier wurden alle Personalien festgestellt, sämtliche Taschen durchsucht und einzelne Menschen bis in die Nacht festgehalten.

Die gestrige Repression stellt einen massiven Eingriff in unsere Grundrechte dar. Aber wir müssen standhaft bleiben und dürfen uns nicht einschüchtern lassen, denn genau das ist der Zweck der Repression. Weil unser Protest effektiv ist und das Kapital unter Druck steht, reagiert der Staat gereizt und aggresiv. Wir lassen uns davon nicht beeindrucken und setzen unseren Protest weiter fort. Aufrecht und gut organisiert.